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Neurologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Stefan Schwab
Uni-Klinikum, Neurologie, Neuromuskuläres Zentrum

Forschungspreis für zwei Mediziner des Uni-Klinikums

Dr. med. Matthias Türk und Prof. Dr. Armin Nagel erhalten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. für gemeinsames Projekt über neuromuskuläre Erkrankung FSHD

Weil die Erkrankung gleich mehrere Muskelgruppen des Körpers betrifft, trägt sie einen komplizierten Namen: Fazio-Skapulo-Humerale Muskeldystrophie (FSHD). Betroffene leiden unter einer genetisch bedingten Muskelschwäche im Gesicht (Fazio), im Schultergürtel (Skapulo) und in den Oberarmen (Humerale). Für ihre wissenschaftlichen Leistungen bei der Erforschung dieser seltenen neuromuskulären Erkrankung erhalten zwei Mediziner des Universitätsklinikums Erlangen den Ulrich Brodeßer-FSHD-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM): Dr. med. Matthias Türk vom Zentrum für Seltene Neuromuskuläre Erkrankungen (Sprecher: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab) und Prof. Dr. Armin Nagel vom Radiologischen Institut (Direktor: Prof. Dr. med. Michael Uder).
Gruppenbild vor orangener Wand
DGM-Forschungspreis für Dr. med. Matthias Türk (2. v. r.) und Prof. Dr. Armin Nagel (l.) für ihr gemeinsames Projekt zur neuromuskulären Erkrankung FSHD. DGM-Vorstandsmitglied PD Dr. Arpad von Moers (r.) übergab die Auszeichnung gemeinsam mit DGM-Bundesgeschäftsführer Joachim Sproß (2.v.l.) und Vorstandsmitglied Sabine Kühnicke-Dippold vom Bayerischen Landesverband der DGM. Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

Die Häufigkeit der FSHD wird auf mindestens einen Erkrankten bei 20.000 Einwohnern (1:20.000) geschätzt. Ihre genauen pathologischen Prozesse aufzuklären, ist das Ziel mehrerer weltweiter Forschergruppen. Die beiden Wissenschaftler Dr. Türk und Prof. Dr. Nagel vom Uni-Klinikum Erlangen erhalten den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihr gemeinsames Forschungsprojekt, das die DGM als „methodisch hoch anspruchsvoll“ würdigt. Bei diesem Projekt können mit einem neuen Ultra-Hochfeld-Magnetresonanztomographen (MRT) – neben einer sehr hochaufgelösten Darstellung des Muskelgewebes – auch veränderte Natrium- und Kalium-Konzentrationen im Muskelgewebe von u.a. FSHD-Patienten dargestellt werden. Mittels dieser MRT-Methoden konnte bereits bei der Duchenne-Muskeldystrophie gezeigt werden, dass eine erhöhte Natriumakkumulation in der Muskelzelle zu einem toxischen Muskelödem führen kann, das möglicherweise langfristig mit für den Muskelabbau verantwortlich ist. „Wir freuen uns, mit Dr. Matthias Türk und Prof. Dr. Armin Nagel zwei Wissenschaftler auszeichnen zu können, die neben ihrem Engagement in der Forschung von FSHD auch auf vorbildliche Weise mit den Betroffenen unserer Diagnosegruppe kooperieren“, betont DGM-Vorstandsmitglied PD Dr. Arpad von Moers.

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V.

Die DGM mit Sitz in Freiburg ist mit über 8500 Mitgliedern die größte und älteste deutsche Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen. Seit über 50 Jahren fördert die DGM die Erforschung der mehr als 800 verschiedenen heute bekannten, teilweise sehr seltenen Muskelerkrankungen. Der an Dr. Türk und Prof. Nagel verliehene Forschungspreis wurde vom verstorbenen DGM-Mitglied Ulrich Brodeßer gestiftet. Website der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V.: www.dgm.org

Weitere Informationen:

Dr. Matthias Türk
Telefon: 09131 85-33001
E-Mail: matthias.tuerkatuk-erlangen.de

 

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