Allgemeine Informationen zur Multiplen Skerose

Neurologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Stefan Schwab

Allgemeine Information – Was ist MS?

MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. In Deutschland leiden etwa 240000 Menschen unter dieser Erkrankung, die Frauen ungefähr 2-3-mal so häufig betrifft wie Männer. In der Regel beginnt die Krankheit zwischen dem 20. – 40. Lebensjahr. Ein Beginn nach dem 50. Lebensjahr und vor dem 16. Lebensjahr ist eher selten, wenngleich möglich.

Die Ursache der MS ist nicht genau bekannt. Im allgemeinen wird die Erkrankung als Autoimmunerkrankung gesehen, die aus einem Zusammenspiel von angeborenen Vorraussetzungen des Patienten (Genetik) und äußeren Einflüssen resultiert.

Die Autoimmunerkrankung MS ist dadurch gekennzeichnet, dass körpereigene Entzündungszellen die Isolierschicht (Myelin) der Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark attackieren. Dadurch wird die Leitung zwischen den Nervenzellen gestört und es kommt zu neurologischen Ausfällen. Darüber hinaus werden bei jeder dieser entzündlichen Attacken auf die Myelinscheide auch Nervenzellen unwiderruflich zerstört, was letztlich die Ursache von bleibender Behinderung bei MS Patienten darstellt.

Daher ist es wichtig, möglichst früh und konsequent die Entzündungsaktivität bei Multipler Sklerose zu unterbinden.

 
Ansprechpartner
Dr. med. Florian Nickel
Telefon: 09131 85-33001
E-Mail: florian.nickel@uk-erlangen.de
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