Neuromuskuläre Erkrankungen

Neurologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Stefan Schwab

Neuromuskuläre Erkrankungen

Leiter des Neuromuskulären Zentrums: Prof. Dr. med.  Dr. h.c. S. Schwab

•    Sprecher: Dr. M. Türk, Dr. C. Möbius (Stellvertreterin)
•    Mitarbeiterinnen der DGM-Beratungsstelle: S. Berger, I. Watzek, S. Werkmeister
•    Technische Assistenz: U. Naumann

Aufgaben und Struktur

Das Neuromuskuläre Zentrum Bayern-Mitte ist eine interdisziplinäre Einrichtung zur fachübergreifenden Diagnosestellung, Behandlung sowie Erforschung von neuromuskulären Erkrankungen und mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. zertifiziert.
Das Zentrum ist an der Neurologischen Klinik angesiedelt und arbeitet eng mit weiteren Einrichtungen des Universitätsklinikums sowie der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) e.V. – Landesverband Bayern – zusammen. Sehr gute Kontakte bestehen hierbei klinikintern mit der Abteilung für Klinische Neurophysiologie und Nerven-/Muskelsonographie sowie universitätsintern mit der Abteilung für Neuropädiatrie (Prof. Dr. R. Trollmann), der Orthopädischen Universitätsklinik (Prof. Dr. R. Forst; PD Dr. A. Fujak), dem Institut für Neuropathologie (Prof. Dr. I. Blümcke; Prof. Dr. R. Schröder) und dem Institut für Humangenetik (Prof. Dr. A. Reis). Regional besteht ein enger Kontakt mit der Neurologischen Klinik Rummelsberg (PD Dr. M. Winterholler). Ein zentraler Aspekt des Neuromuskulären Zentrums ist die intensive Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. Durch die vor Ort vorhandene DGM-Beratungsstelle des Landesverbands Bayern wird der multidisziplinäre Ansatz durch das Angebot einer professionellen sozialmedizinischen und physiotherapeutischen Beratung komplettiert.

Sprechstunden und Diagnostik

An der Neurologischen Klinik werden Spezialsprechstunden für Patienten mit Motoneuronerkrankungen, spinalen Muskelatrophien, erworbenen und erblichen Nerven- und Muskelerkrankungen sowie Myasthenia gravis angeboten.
In allen Sprechstunden zusammen finden pro Jahr über 2000 Patientenkontakte statt. Im Rahmen dieser erfolgen Erstabklärungen neuromuskulärer Erkrankungen, die Mitbeurteilung von Patienten zur Zweitmeinung, die regelmäßige Betreuung und Beratung von Patienten mit diagnostizierten neuromuskulären Erkrankungen sowie die Durchführung medikamentöser Therapien. Durch eine Transitionssprechstunde mit der Abteilung für Neuropädiatrie (Leiterin: Prof. Dr. R. Trollmann) ist die lückenlose Weiterbetreuung von jungen Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen nach Erreichen des Erwachsenenalters gewährleistet.
Neben dem Patientengespräch und der klinischen Untersuchung kann das gesamte diagnostische Spektrum für neuromuskuläre Erkrankungen durchgeführt bzw. initiiert werden. Dieses umfasst auch spezielle Labordiagnostik, modernste neurophysiologische Untersuchungen, die hochauflösende Nerven- und Muskelsonographie sowie die MRT-Bildgebung von Nerven und Muskeln in der hiesigen Neuroradiologischen Abteilung (Prof. Dr. A. Dörfler). Die Analyse von Nervenbiopsien erfolgt durch das eigene Neurohistologische Labor (Prof. Dr. D. Heuss), die myopathologische Begutachtung von Muskelbiopsien am Institut für Neuropathologie (Prof. Dr. R. Schröder). Zuletzt findet in Zusammenarbeit mit dem hiesigen Institut für Humangenetik (Prof. Dr. A. Reis) regelmäßig ein molekulargenetisches Diagnostik-Board zur Besprechung der weiterführenden humangenetischen Diagnostik vererbter neuromuskulärer Erkrankungen statt.

Therapie

Neben der symptomatischen Therapie wird am Neuromuskulären Zentrum das komplette Spektrum der modernen Immun-Therapie entzündlicher Nerven- und Muskelerkrankungen (Neuritiden/Myositiden) bzw. der Myasthenia gravis auf neuestem wissenschaftlichem Stand angeboten. Für die kompetente Therapie akuter Zustandsbilder wie z.B. des Guillain-Barré-Strohl-Syndroms (GBS) oder der myasthenen Krise hält die Klinik eine eigene neurologische Intensivstation auf modernstem Stand mit unmittelbarem Zugang zu allen Aphereseverfahren in Zusammenarbeit mit der Klinik für Nephrologie vor. In unserer Infusionsambulanz werden krankheitsmodifizierende Enzymersatztherapien für Patienten mit M. Fabry und M. Pompe durchgeführt. Zuletzt werden auch bestimmte krankheitsmodifizierende gentherapeutische Therapieansätze angeboten.
Die Betreuung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und Einschränkung der Lungenfunktion mit ggf. Notwendigkeit der Heimbeatmung erfolgt in Zusammenarbeit mit der hiesigen Medizinischen Klinik 1 (Prof. Dr. M. Neurath) sowie der Klinik für Neurologie Rummelsberg (PD Dr. M. Winterholler). Zur Mitbetreuung von neuromuskulären Patienten mit Herzmuskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen steht die Medizinische Klinik 2 (Prof. Dr. S. Achenbach) zur Verfügung.

Neuromuskuläre Ambulanz
Terminvereinbarung Telefonnummer 09131 85-34455

Morphologische Diagnostik von Neuromuskulären Erkrankungen
Abrechnung von stationären externen Einsendungen nach DKG-NT
Abrechnung von ambulanten externen Einsendungen nach EBM

Neurohistologisches Labor
 

 

 
Sprecher:
Dr. med. Matthias Türk
Telefon: 09131 85-33001
E-Mail: matthias.tuerk@uk-erlangen.de
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