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Neurologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Stefan Schwab
Uni-Klinikum, Neurologie

Multiprofessionelles Team ausgezeichnet

Ärzte und Pflegefachkraft der Neurologie erhalten den mit 10.000 Euro dotierten Forschungsförderpreis Delir-Management der DIVI

Der Forschungsförderpreis Delir-Management, der von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) e. V. und der Philips GmbH im Rahmen des DIVI-Kongresses 2019 vergeben wurde, ging dieses Jahr nach Erlangen. Der Oberarzt PD Dr. Joji Kuramatsu, der Assistenzarzt Dr. Jochen Sembill und der Stationsleiter Markus Prinz an der Neurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab) des Universitätsklinikums Erlangen nahmen die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung stolz entgegen. Das multiprofessionelle Team erforscht die Bedeutung der zirkadianen Beleuchtung in der Delir-Prävention und –Therapie, also einer Beleuchtung, die auf der Station den natürlichen 24-Stunden-Rhythmus nachbildet.
Verleihung des Forschungsförderpreises Delir-Management (v. l. n. r.): Günter Hohensee, Business Manager VitalMinds, Philips DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), Prof. Dr. Hans-Christian Hansen, Sprecher der neuromedizinischen DIVI-Sektion Bewusstseinsstörungen und Koma, Preisträger PD Dr. Joji Kuramatsu von der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen, Björn Härtel, Leiter Fachkommunikation, Philips DACH und DIVI-Präsident Prof. Dr. Uwe Janssens. Foto: Mike Auerbach

„Wir freuen uns sehr über den Preis und die damit verbundene Unterstützung unserer Arbeit“, erklärte Dr. Sembill. „Störungen der Schlaf-wach-Regulation gelten schon lange als Risikofaktor für ein Delir, also eine Bewusstseinstrübung. Unser Projekt widmet sich nun erstmals der Fragestellung, ob sich durch eine Beleuchtungstechnik, die den natürlichen Zirkadianrhythmus nachahmt, die Inzidenz und die Dauer des Delirs bei neurologischen Intensivpatienten reduzieren lässt.“ Jochen Sembill und seine Kollegen planen die Durchführung einer Interventionsstudie mit 260 Patientinnen und Patienten, um die Wirksamkeit einer zusätzlichen Anwendung von Licht im Vergleich zur alleinigen Standardtherapie zu untersuchen.

Das Delir besser verstehen

„Das Vorhaben verspricht neue Erkenntnisse über die Bedeutung von Licht als wichtigstem Taktgeber für den intrinsischen zirkadianen Rhythmus. Ein positiver Zusammenhang zwischen der morgendlichen Unterdrückung von Melatonin sowie einer geringeren Delir-Inzidenz und -Dauer würde seine Relevanz in einem ressourcenschonenden Delir-Management bestätigen“, begründet Prof. Dr. Hans-Christian Hansen, Sprecher der neuromedizinischen DIVI-Sektion Bewusstseinsstörungen und Koma, die Juryentscheidung. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiftete Philips. Mit seinem Engagement möchte das Unternehmen einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Management des Delirs leisten, der über die Bereitstellung von technischen Lösungen und Beratungsangeboten hinausgeht.

Über die DIVI

Die 1977 gegründete Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin ist ein Zusammenschluss von rund 2.500 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften. Ziel der DIVI ist es, den praktischen und wissenschaftlichen Fortschritt der Intensiv- und Notfallmedizin zu fördern und die Strukturen zu verbessern.

Über Philips

Die Philips GmbH ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege.

Weitere Informationen:

PD Dr. Joji Kuramatsu
Telefon: 09131 85-33001
E-Mail: joji.kuramatsuatuk-erlangen.de

 

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